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Wissen und Rechte

Bildrechte. Ein Überblick

Ob Abbildungen von Kunstwerken, Datenvisualisierungen oder die Verwendung von Grafiken – die Frage der Bildrechte betrifft Publikationen aller Fachdisziplinen. Im Folgenden geben wir euch einen Überblick über das richtige Vorgehen bei der Verwendung von Bildern und Grafiken.

Grundsätzliches

Vor dem Abdruck eines Bildes müssen die Rechte zur Nutzung eingeholt worden sein. Dies berührt Fragen des Urheberrechts, zu dem wir euch hier wichtige Informationen zusammengestellt haben.

Bilder im Open Access

Eine elegante Lösung ist es, wenn ihr auf gemeinfreie Versionen der Bilder zurückgreifen könnt. Bilder, die im Open Access verfügbar sind, findet ihr etwa über Google, Creative Commons oder die Wikimedia. Zum Ablauf der Schutzfirst gilt Folgendes: 70 Jahre nach Tod von Urheber*in, bzw. 70 Jahre nach Schaffung des Werkes, wenn es in dieser Zeit nicht veröffentlicht wurde (§ 64 UrhG).

Die Creative Commons Lizenzen

Die folgende Grafik stellt die Creative Commons Lizenzen vor. Geordnet von ’sehr offen‘ bis ‚alle Rechte vorbehalten‘ erlauben sie Urheber*innen, präzise festzulegen, wie ihr Bildmaterial weiterverwendet werden darf.

Bild: Creative Commons Lizenzen
Bildquelle: Janbery, Creative Commons Lizenzspektrum DE.svg, Übersetzung der engl. Grafik, 2020, CC BY-SA 4.0.

Als Nutzer*innen ist grundsätzlich entscheidend, dass ihr Lizenzhinweise erbringt.

Bildzitat

Das sogenannte Bildzitat (§ 51 UrhG) erlaubt die Verwendung von Bildern, wenn es eine geistige Auseinandersetzung damit in der Arbeit gibt. Zu denken wäre an die Interpretation eines Bildes, eines film stills etc. in einem Kapitel. Eine konzise Darstellung zum Bildzitat stellt die Universität Ulm auf den Seiten des Kommunikations- und Informationszentrum (kiz) zur Verfügung.

Nutzungsrechte und Institutionen

Beim Einholen der Nutzungsrechte durch eine Institution, hilft eine Liste mit folgenden Angaben:

  • Bildgröße bei Veröffentlichung, 
  • Veröffentlichung in Farbe bzw. in schwarz-weiß,
  • Bildausschnitt (falls vorgesehen),
  • geplante Auflage der Publikation,
  • Open Access (falls vorgesehen).

Es macht außerdem Sinn, darauf hinzuweisen, dass es sich um eine wissenschaftliche Publikation in einem Fachverlag mit kleinem akademischen Publikum handelt und dass die Verwendung der Bilder für euch als Autor*innen keinen kommerziellen Nutzen hat.

Weiterführende Informationen

Zur Webseite der VG BildKunst gelangt ihr hier. Einen sehr praktischen Leitfaden – Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis stellen Veronika Fischer unter Mitarbeit von Grischka Petri zur Verfügung – , herausgegeben vom Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V.

Staats- und Universitätsbibliotheken bieten vermehrt kostenlosen Informationsveranstaltungen zum Thema Bildrechte an. Informiert euch über Möglichkeiten an eurer Hochschule.

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