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Was bis jetzt geschah?

Im Juli des vergangenen Jahres haben wir den Arbeitskreis Erstveröffentlichung gegründet. Seitdem ist viel geschehen: Twitter-Aktionen wie #95vsWissZeitVG und #IchbinHanna haben Mittelbauinteressen vermehrt in den Fokus einer größeren Öffentlichkeit gerückt. Wir wirken daran mit und legen offen, dass Publikationsdruck und der große Wettbewerb um wenige unbefristete Stellen in der Wissenschaft eng miteinander zusammenhängen: Es braucht endlich Perspektiven für gute Arbeits- und Publikationsbedingungen.

Aktuelle Projekte

Ausbau des Kritischen Wörterbuchs Open Access

Die Pandemie hat transparent gemacht, wie gerade junge Wissenschaftler*innen durch den Publikationsdruck belastet werden. Open Access wird dabei oft genannt, wenn es um ein anderes Publikationssystem geht.

Mit Einträgen im Kritischen Wörterbuch Open Access beginnen wir die Diskussion zu den Herausforderungen und Chancen, die sich hinter dem Begriff open access (freier Zugang) verbergen. Alle Artikel dazu findet ihr hier.

Übersetzungen von Artikeln

Wir arbeiten an Übersetzungen (derzeit Türkisch, Russisch und Englisch) der meistgelesenen Artikel. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung.

Wie sind wir organisiert?

Webseite des Arbeitskreis Erstveröffentlichung

Der Arbeitskreis Erstveröffentlichung ist ein Berliner Netzwerk zu Veröffentlichung und Mitbestimmung in der Wissenschaft. Mit der Fertigstellung der Webseite war im Juli 2020 ein erster wichtiger Schritt getan, um online erreichbar zu sein. Zunächst als einfaches Blog – seit Oktober 2020 im neuen Design.

Die Webseite lädt zum Mitmachen ein und bündelt Ressourcen zu aktuellen Fragen der wissenschaftlichen Veröffentlichung. Ihr findet uns außerdem auf Twitter und auf Facebook.

Offene Treffen mit Ehrenamtlichen von ArbeiterKind.de

Regelmäßige Arbeitstreffen zur Promotion und Publikation finden seit Juli 2020 in Zusammenarbeit mit Berliner Ehrenamtlichen aus dem Netzwerk ArbeiterKind.de statt. Schaut vorbei, Ort und Zeit für die aktuellen Offenen Treffen kündigen wir rechtzeitig auf der Startseite und über Social Media an.

Veranstaltungen und Workshops

Gemeinsam mit ArbeiterKind.de haben wir begonnen, Informationsveranstaltungen zu organisieren. Den Überblick über die letzten Veranstaltungen zu Berufswegen (etwa Professur, Wissenschaftsmanagement, Lektorat) und Schreibworkshops findet ihr hier.

Mitgliedschaft und Kooperationen

Mitglied im Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft

Wir sind Mitglied im Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft. Wir beteiligen uns beim Streit für bessere Arbeitsbedingungen von Menschen während und nach der Promotion.

Um den 31. Oktober 2020 machte der vielfach kommentierte Twitter-Hashtag #95vsWissZeitVG die Systemkritik von betroffenen, prekär bezahlten wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen an deutschen Hochschulen sichtbar. Zusammengefasst haben wir die Ereignisse in einem eigenen Blogbeitrag hier. Wir haben uns bei der Aktion beteiligt und uns dafür stark gemacht, dass auch die Frage der Veröffentlichung hierbei von Bedeutung ist:

„Die Publikationsliste hat direkte Auswirkungen auf Karrierechancen in der Wissenschaft. Wer aber kann gut veröffentlichen mit befristeten Verträgen, Vertretungen oder unbezahlten Privatdozenturen? […]“ 95 Thesen gegen das WissZeitVG, Sektion F, These 90

Erfahrt mehr über unsere Arbeit in den Kategorien NewsOpen AccessWissen und Rechte.

Kooperation mit ArbeiterKind.de

Immer wieder zeigen Studien, dass die Ersten, die aus ihrer Familie studieren, struktureller Benachteiligung ausgesetzt sind. Gemeinsam mit ArbeiterKind.de setzen wir etwas dagegen. Schaut doch gerne einmal beim nächsten Offenen Treffen vorbei!

Eintreten für Wissenschaftsfreiheit

Die Kritik an einem Netzwerk zur Wissenschaftsfreiheit, deren zumeist professorale Unterstützer*innen die ‚plurale Debattenkultur‘ in Gefahr sahen, hat sich inzwischen organisiert. Unter nahezu derselben URL (einziger Unterschied ist die Domain .org anstelle von .de) setzt das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit ein wirkmächtiges Statement:

„Wir verstehen Wissenschaftsfreiheit als einen Prozess der Erweiterung von Teilhabe an Wissenschaft, und damit bedeutet Wissenschaftsfreiheit auch Ermöglichung: von Forschung, von Lehre und von Räumen kritischer Auseinandersetzung über jenes System Wissenschaft, dessen Funktionieren auch auf Diskriminierung, Prekarisierung und Ausschluss beruht.“ Netzwerk Wissenschaftsfreiheit

Als Arbeitskreis Erstveröffentlichung unterstützen wir diese Initiative.

Aktiv im scholar-led.network

Die Politik fördert Open Access im großen Stil. Das ist eine gute Sache, denn freier Zugang für die Leser*innen sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit. Die Kostenumverteilung auf Autor*innen (APC) jedoch und die Konzentration auf Großverlage (DEAL) sorgt jedoch für Kritik.

Die Fokusgruppe scholar-led.network setzt sich ein für Open Access-Projekte, die in kollaborativer Eigenregie durch Wissenschaftler*innen verlegt werden (scholar-led). Damit bündelt das Netzwerk die Stimmen und will seine Expertise für mehr gebührenfreie und von Großverlagen unabhängig Publikationsprojekte zur Verfügung stellen. Wir haben daran mitgewirkt und unterstützen das Projekt als Arbeitskreis Erstveröffentlichung.